CDU: EHC verdient faire Prüfung
Batzel: Eissport braucht kurzfristige Perspektive und langfristige Lösung
Die CDU-Ratsfraktion Gelsenkirchen unterstützt ausdrücklich die Initiative, dem Eissport in der Stadt wieder eine echte Perspektive zu geben. Im Zentrum der Debatte im Ausschuss für Sportentwicklung am 02.04.2025 stand am Mittwoch vor allem eines: Der Eishockeyverein (EHC) soll gemeinsam mit einem erfahrenen externen Betreiber die Möglichkeit erhalten, die Emscher-Lippe-Halle zu besichtigen und auf eine mögliche Reaktivierung zu prüfen.
„Es geht darum, denjenigen, die bereit sind Verantwortung zu übernehmen, die Tür nicht vor der Nase zuzuschlagen“, so Andreas Batzel, sportpolitischer Sprecher der CDU-Ratsfraktion. „Der EHC hat mit einem Betreiber Kontakt, der bereits anderswo eine Eishalle übernommen hat und erfolgreich betreibt. Jetzt muss geprüft werden, ob so etwas auch in Gelsenkirchen denkbar ist – mit Augenmaß, aber vor allem mit Offenheit. Zudem besteht die Möglichkeit, Unterstützung vom Landesverband zu erhalten.“
Neben einer zeitlich begrenzten Nutzungsmöglichkeit der Emscher-Lippe-Halle fordert die CDU auch die Prüfung einer langfristigen Lösung – etwa eines möglichen Neubaus. Dabei soll sowohl die wirtschaftliche Tragfähigkeit als auch die infrastrukturelle und gesellschaftliche Bedeutung des Eissports berücksichtigt werden. Auch ist eine Berücksichtigung des Eissports im Rahmen der Sportentwicklungsplanung erforderlich.
„Für viele Menschen ist Eissport nicht einfach nur eine Freizeitbeschäftigung. Es geht um Jugendarbeit, Integration, Vereinsleben und sportliche Vielfalt – das alles ist Teil unserer Stadtgesellschaft“, betont Batzel.
Gerade Gelsenkirchen, das immer wieder mit Imageproblemen zu kämpfen hat, braucht attraktive Freizeitangebote und positive Geschichten. Ein solches Projekt hätte nicht nur lokale Bedeutung, sondern könnte überregionale Strahlkraft entfalten. „Wenn wir diese Chance jetzt vertun – und einem Verein, der seit 2020 seine Sportstätte nicht mehr nutzen darf und der seither unter erschwerten Bedingungen weiterarbeitet, keine Perspektive bieten –, dann senden wir ein ganz schlechtes Signal aus“, so Batzel weiter.
Die CDU fordert deshalb, dass die Verwaltung zeitnah das Gespräch mit dem Verein und potenziellen Betreibern sucht und eine belastbare Entscheidungsgrundlage schafft.
„Es geht nicht darum, Hoffnungen zu wecken. Die Vereinsverantwortlichen begegnen den Herausforderungen mit einem klaren Blick für die Realität. Es geht darum, eine objektive und ergebnisoffene Prüfung zuzulassen. Wir freuen uns, dass seitens der Verwaltung sowie der Stadtwerke, nach einer intensiven und kontroversen Debatte im Sportausschuss, nun die Zusage besteht, vor den Sommerferien eine Besichtigung der Emscher-Lippe-Halle zu ermöglichen. Unserer Forderung wurde damit entsprochen, für den EHC ist das ein zentraler Schritt, um die Machbarkeit seriös prüfen zu können. Wir brauchen jetzt keine Ausreden, sondern eine ehrliche Prüfung und den Willen, gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen“, so Batzel abschließend.
Die CDU wird das Thema weiter aktiv begleiten – mit dem Ziel, eine tragfähige Zukunft für den Eissport in Gelsenkirchen zu ermöglichen.