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16.09.2019, 12:00 Uhr
Schulraum und Kita-Plätze stehen bei der CDU ganz oben auf der Agenda
Braucht Hassel neben dem Bonni und dem Fritz Erler Haus noch ein weiteres "Haus der Vereine"?

Großes Erstaunen herrschte bei den CDU Stadtverordneten Alfred Brosch (Hassel) und Monika Kutzborski (Scholven), dass bereits im letzten Jahr die Idee entstanden ist, den ehemaligen Gymnastikraum am Schulkomplex an der Polsumer Straße mit seinen angrenzenden Räumen im Rahmen und mit Mitteln der Stadterneuerung Hassel, Westerholt, Bertlich zum „Haus der Vereine“ um- und auszubauen.

Noch erstaunter waren die CDU Stadtverordneten allerdings über den Anfang September diesen Jahres durch den Gebietsbeirat vorgestellten Planungsstand. Das Projekt ist bereits voll durchgeplant und sogar kostenmäßig auch im Haushaltsplanentwurf 2020 eingestellt. Einzig die Frage des Nutzungskonzeptes soll noch diskutiert werden. Für die CDU Stadtverordneten ist dieses Vorgehen absolut nicht nachvollziehbar und so auch nicht hinnehmbar. Neben den Vereinen, die die Gymnastikhalle in ihrer jetzigen Form nutzen und auch weiter nutzen möchten, gilt ein ganz besonderer Blick auf die Raumbedarfe im Kita- und Schulbereich.

Monika Kutzborski, jugendpolitische Sprecherin der CDU macht hier deutlich, dass stadtübergreifend dringend Schulraum und weitere Kitaplätze gebraucht werden. „Hier werden Ressourcen verplant, die für unsere Kinder und Jugendlichen benötigt werden. Wir alle wissen, wie es um die Versorgungsquote im Kita-Bereich bestellt ist und, dass neuer Schulraum ganz dringend benötigt wird. Die Prioritäten werden völlig falsch gesetzt", so Kutzborski.

Für Brosch und Kutzborski steht außer Frage, dass natürlich auch eine Stärkung des Ehrenamtes wichtig und richtig ist und ein „Haus der Vereine“ das mit unterstützen könnte. Allerdings darf auch nicht außer Acht gelassen werden, so Alfred Brosch, dass wir im Bereich Hassel bereits über das Bonni (neues Stadtteilzentrum) und das Fritz Erler Haus verfügen. „Hier gilt es sorgfältig abzuwägen, ob nicht eine höhere Nutzungsdichte und damit eine Stärkung der bereits vorhandenen Häuser den Vorrang vor einem zusätzlichen Standort einzuräumen ist. Auch wenn im Wesentlichen Fördermittel verbaut werden, führt das nicht über die Tatsache hinweg, dass Eigen-, Neben-, und Betriebskosten zu zusätzlichen weiteren Haushaltsbelastungen führen", so Brosch abschließend.