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16.04.2019, 15:24 Uhr
Umweltspur: Ganzheitliche Verkehrsbetrachtung nötig


Kurth: „Umweltspur auch in Gelsenkirchen denkbar“

Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Gelsenkirchen beobachtet die Entwicklungen rund um die Umweltspur in Düsseldorf aufmerksam. Dazu erklärt Sascha Kurth (CDU):
„Wir haben schon vor Jahren die Überlegung ins Spiel gebracht, auch in Gelsenkirchen eine Umweltspur als Modellprojekt auszuweisen. Das würde beispielsweise auch die Attraktivität von E-Mobilität steigern und gerade Pendlern einen zusätzlichen Reiz zum Umstieg auch auf ein E-Auto schaffen. Ohne größere bauliche Veränderungen wäre dies beispielsweise schon heute auf der Ringstraße durchaus denkbar. Leider haben Verwaltung und SPD unser Ansinnen schon damals abgelehnt.“
 
Perspektivisch und mit einer ganzheitlichen Verkehrsbetrachtung hält Kurth eine Umweltspur in Gelsenkirchen für hilfreich und möglich:
„Auch an der Kurt-Schumacher-Straße und speziell auch im aktuell stark belasteten Bereich ist eine Umweltspur denkbar. Wir haben heute dort 3 Fahrspuren für jede Richtung, von denen eine mit der ausschließlichen Nutzung für die Straßenbahn viel ungenutztes Potenzial birgt. Oder um es anders zu sagen: Wir verschenken hier heute erhebliches Potenzial, denn ein fließender Verkehr ist die kurz- bis mittelfristig beste Umweltmaßnahme, die wir ergreifen können! Bei einer Mischnutzung, wie heute beispielsweise schon auf der Cranger Straße realisiert, würden wir zusätzlichen Raum schaffen, der zum Beispiel eine Umweltspur werden könnte. Bei einer ganzheitlichen Verkehrsbetrachtung – ÖPNV, Individualverkehr, Fahrrad und Fußgänger – haben wir hier viele Chancen. Wenn in den verantwortlichen Köpfen in Gelsenkirchen umweltverträgliche Mobilität aber weiterhin automatisch immer bedeutet, dem Individualverkehr Raum wegzunehmen, dann geht der Verkehrsinfarkt in unserer Stadt leider weiter“, so Kurth abschließend.
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